Eheringe-Trauringe: Goldlegierungen

Eheringe (Trauringe) werden oft aus Goldlegierungen hergestellt. Das aus der Natur stammende Feingold wird mit härteren, meist preiswerteren Metallzusätzen verdünnt (gestreckt), wodurch es resistenter gegen Kratzer, Verformungen (Eiern) und Dellen wird und das Abtragen der Oberflächenstruktur verringert wird. Allerdings wird zugleich die satte gelbe Eigenfarbe reduziert und die Korrosionsbeständigkeit (Rostfestigkeit) verringert. Legierte Eheringe (Trauringe) korrodieren (rosten) je nach Träger und Metallzusätzen langsam und unauffällig vor sich hin und können negative gesundheitsschädliche Auswirkungen mit sich bringen.[bearbeiten]

 

Geschichte

Gold-Silber-Kupfer: Die klassische Goldlegierung gehört dem Dreistoffsystem an, weil diese auch gemeinsam in der Natur vorkommen. Bis zum 19. Jahrhundert war es verboten, Feingold mit anderen Metallen zu legieren. Ab dem 19. Jahrhundert wurden Goldlegierungen von gelb, hellgrün und lachsrosa bis zu einem weißlichen Graubeige legiert – Tendenz steigend. Heute zeigen die Langzeiterfahrungen neben den positiven Eigenschaften, je nach Goldlegierung und Träger, auch negative Eigenschaften wie Korrosion (Rost).

 

Goldlegierungen zur Eheringe- (Trauringe-) und Schmuckherstellung

Eheringe (Trauringe) werden in Deutschland, Schweiz und Österreich als 8kt, 14kt und 18 karätigen Goldlegierungen angeboten. Diese werden gestreckt mit Kupfer, Silber, Platin, Palladium, Nickel, oder anderen preiswerteren Metallen, um den Härtegrad, die Eigenfarbe, die technischen Eigenschaften und den Preis zu beeinflussen.

Die internationalen, handelsüblichen Goldlegierungen, Goldanteile in Karat und Promille sind:

  • Gold 999‰ = 24 kt Goldgehalt mindestens 99,9 %) ist satt gelb und tendenziell zu weich für die Eheringe- (Trauringe-) und Schmuckverarbeitung.
  • Gold 965‰ = 23.16 kt Die übrigen Metallanteile können nicht definiert werden. Eher schwach legiertes Thaigold, welches für die Herstellung von Eheringen (Trauringen) oft genutzt wird, ist nach wie vor weich und setzt der Gestaltung von Eheringen und Schmuck enge Grenzen. Stark strapazierte, täglich getragene Eheringe (Trauringe) verlieren rasch die feinen Details und die Oberflächenstruktur und weisen starke Gebrauchsspuren auf.Thaigold hat sich durch die weit verbreitete Unwissenheit zu einem Mythos entwickelt und viele Thailänder nur zwischen echtem Gold (Thaigold) und unechtem Gold (weitere Goldlegierungen) unterscheiden. Eheringe (Trauringe) oder Schmuck aus einer unserer handelsüblichen Goldlegierungen in Thailand zu verkaufen, wäre eher sinnlos.
  • Gold 950‰ = 22.8 kt ist eine in Österreich handelsübliche Goldlegierung.
  • Gold 920‰ = 22.08 kt ist eine in Frankreich handelsübliche Goldlegierung, welche mit einem Herrenkopf plus der Zahl 1 punziert wird.
  • Gold 917‰ = 22 kt oder 916‰ = 2/3) ist in Indien die meistverwendete Goldlegierung und in Großbritannien eine handelsübliche Goldlegierung.
  • Gold 900‰ = 21.6 kt, oft für Münzen verwendete Goldlegierung, welche leicht zu prägen ist und in Italien mit einem Jupiterkopf punziert wird.
  • Gold 895‰ = 21.5 kt ist das Pistolengold, welches für die 5-Taler-Münze verwendet wurde. Der Name wird vom spanischen Wort Pistole abgeleitet.
  • Gold 840‰ = 20.2 kt ist eine in Frankreich handelsübliche Goldlegierung, welche mit einem Herrenkopf plus der Zahl 1 punziert wird.
  • Gold 750‰, = 18 kt ist die bei uns für Eheringe (Trauringe) und Schmuck handelübliche Goldlegierung aus welchem man Weißgold (Graugold), Rot und Roségold, Grüngold und natürlich Gelbgold herstellt.
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