Schmuck: Gothic

Ob Steampunk, Bling Bling, klassischer Modeschmuck oder Gothic: Schmuck ist ein Ausdruck einer Bewegung, einer Zugehörigkeit und teilweise sogar einer Lebensansicht und -ausrichtung.

 

Gothic-Subkultur

Geschichte

Die Gothic-Subkultur ist eine zeitgenössische Subkultur, die in vielen Ländern vorgefunden wird. Seit Ende der 1970er-Jahre löste sie die frühe (Proto-) Goth-Rock-Szene ab (d.h. bevor ein zusammenhängendes Genre leicht vom vorherrschenden Post-Punk unterscheidbar war). Die Goth-Subkultur überlebte viel länger als andere der gleichen Ära und entwickelte sich weiter. Seine Symbolik und kulturellen Neigungen zeigen Einflüsse der gotischen Literatur des 19. Jahrhundert zusammen mit Horrorfilmen und bis zu einem gewissem Maße der BDSM-Kultur.[35][36][37]

Die Gothic-Subkultur vereinte Musik-, Ästhetik- und Mode-Neigungen. Die Musik der Goth-Subkultur umfasst eine Reihe von verschiedenen Stilen, einschließlich dem Gothic Rock , Deathrock , Post-Punk, Dark Wave, Dark Ambient, Etheral Wave, industrielle Musik und neoklassische Dark Wave, mit modernen Verbindungen zur Heavy-Metal-Subkultur. Die Arten der Bekleidung innerhalb der Subkultur reichen von Deathrock , Punk und viktorianischen Stil oder einer Kombinationen davon, meist mit dunkler Kleidung, dunklem Make-up und dunklen Haaren.

Mode, Schmuck & Accessoires

Goth im Grufti-Stil: toupierte Haare, Piercings, Rosenkranz und astropsychologisches Symbol auf der Stirn

Die Gothic-Mode wird allgemein als auffallend dunkel, unheimlich, geheimnisvoll, komplex und sehr exotisch abgestempelt.[38] Zur typischen Goth-Mode gehören schwarz gefärbte Haare, dunkle Eyeliner, schwarze Fingernägel und schwarze Kleidung. Gothic-Leute tragen eventuell auch Piercings. Die Stile lehnen sich häufig an die elisabethanische und viktorianische Ära oder dem Mittelalter an und drücken oft heidnische, geheimnisvolle oder andere religiöse Symbolik aus. [39]

Die New York Times schrieb: „Die Kostüme und Ornamente sind ein glamouröser Rahmen für die düsteren Themen dieses Genres. In der Gothic-Welt lautert die Natur selbst als bösartiger Protagonist, die das Fleisch faulen lässt, Flüsse in Fluten verwandelt, Denkmäler zum bröckeln bringt und Frauen in Schlampen verwandelt, deren Haare stränig und Lippenstift verschmiert ist“.[38]

Die heutigen Modedesigner wie Jean Paul Gaultier,[38] Alexander McQueen, John Richmond und John Galliano wurden auch als praktizierende „Haute Goth“ bezeichnet.[37] Die Gothic-Mode wird oft mit der Heavy-Metal-Mode und Emo-Mode verwechselt: [40] Außenstehende halten oft Heavy Metal-Fans für Goths, insbesondere diejenigen, die schwarze Trenchcoats oder „Corpse Paint“ tragen (ein Begriff, der mit der Black-Metal-Musikszene in Verbindung steht).

Nancy Kilpatrick´s Goth-Bibel: ein Kompendium für die zum dunklen Geneigten definiert „Wichtigtuer“ für die Goth-Szene wie folgt: „Goth-Möchtegerne sind meist Jugendliche, die eine Goth-Phase durchmachen, sich nicht an Goth-Befindlichkeiten halten, aber Teil der Goth-Gruppe sein möchten“. Kilpatrick nennt die Wichtigtuer-Goth als „Batbabies“, deren Kleidung in Einkaufszentren mit dem Geld der Eltern gekauft wird.[41]

Häufig zu sehende Schmuck- und Mode-Accessories der Gothic-Anhänger sind:

 

 

Quellen

[35] César Fuentes Rodríguez „Mundo Gótico“, pages 18 & ss./pages 206 & ss.
[36] Carol Siegel „Goth’s Dark Empire“, pages 8-13 and ss.
[37] Wilson, Cintra. „You just can’t kill it“, The New York Times, 17 September 2008. Access date: 18 September 2008.
[38] La Ferla, Ruth (30 October 2005). „Embrace the Darkness“. New York Times. Retrieved 25 01 2012.
[39] Eric Lipton Disturbed Shooters Weren’t True Goth from the Chicago Tribune, 27 April 1999
[40] A Brief Guide to Goth Scathe.demon.co.uk. Retrieved 19 July 2008.
[41] Nancy Kilpatrick. Goth Bible: A Compendium for the Darkly Inclined. St. Martin’s Griffin, 2004, p. 24

 

Author: Lukas Steiner on 6. Dezember 2015
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