Schmuck: Hochzeitsschmuck

Hochzeitsschmuck ist wohl der bedeutendste Schmuck im Leben einer Frau. Mit Sorgfalt wird schon Monate vor dem Hochzeitstag der Ehering (Trauring) ausgesucht, der Schleier muss perfekt zum Hochzeitskleid passen und auch der Schmuck, der am Tag der Hochzeit getragen wird, will gut ausgewählt sein.

 

Geschichte

Der Hochzeitsschmuck hat eine lange Tradition und wurde schon von den Frauen im antiken Griechenland getragen. So gelten die alten Griechen als Begründer der heutigen Tradition, einen Verlobungsring zu überreichen. Damals wurden Ringe von den Griechen als Zeichen der Zuneigung und Fürsorge verschenkt, was sehr oft vor einer Hochzeit passierte – daraus ist die Schlussfolgerung des Verlobungsrings in heutiger Sicht entstanden. Im antiken Griechenland wurden Ringe jedoch oft auch nur freundschaftlich verschenkt, sodass nicht automatisch eine Verlobung und eine Hochzeit impliziert war.

Im 19. Jahrhundert wurde der Hochzeitsschleier der Frau verwendet, um ihre Jungfräulichkeit und Bescheidenheit zu symbolisieren. Die Tradition des verschleierten Brautgesichts setzt sich auch heute noch durch, wobei eine jungfräuliche Braut, vor allem in der christlichen oder jüdischen Kultur, das Ehe-Ritual mit einem verschleierten Gesicht und Kopf vollzieht, und voll verschleiert bleibt, bis die Zeremonie vorüber ist. Nach der Hochzeitszeremonie hebt dann entweder der Vater der Braut den Schleier und übergibt die Braut dem Bräutigam, der sie dann küsst, oder der neue Bräutigam hebt ihren Gesichtsschleier, um sie zu küssen. So symbolisiert der Bräutigam sein eheliches Recht die eheliche Beziehung mit seiner Braut zu vollziehen.

 

Eheringe (Trauringe)

Eheringe

Eheringe

Der Ehering oder Trauring ist seit langer Zeit das Symbol dafür, dass die Trägerin bzw. der Träger verheiratet ist. Je nach Kultur der entsprechenden Region wird der Ehering auf dem rechten oder linken Ringfinger getragen. Der Brauch des Tragens dieses Ringes verbreitete sich weit über die Grenzen seines Ursprungs in Europa. Früher wurde der Ehering nur von Frauen getragen. Erst während des 20. Jahrhunderts wurde das Tragen von Eheringen für Ehefrauen und Ehemänner üblich.

Hier geht es zum ausführlichen Artikel über Eheringe und zum Ehering-Ratgeber

 

Brautschleier

Der Brautschleier hat eine lange Tradition und gehört auch heute noch zu jeder Braut, die vor dem Alltar steht. Gerade bei der Trauung und dem Gang zum Alltar ist der Schleier ein wichtiges Utensil der Braut.

Eine Gelegenheit, an der eine Frau der westlichen Welt einen Schleier trägt, ist bei ihrem weißen Hochzeitstag. Bräute trugen einst ihr Haar bei ihrer Hochzeit offen am Rücken entlang, um ihre Jungfräulichkeit zu symbolisieren. Der Schleier, der das Haar und das Gesicht bedeckt, wurde danach zu einem Symbol für die Jungfräulichkeit der Braut. Bei modernen Hochzeiten wird die Zeremonie des Entfernens eines Gesichtsschleiers oft übersprungen, da viele Paare bereits vor ihrer Hochzeit eine eheähnliche Beziehung geführt haben – die Braut trägt dann entweder keinen Gesichtsschleier oder er wird bereits angehoben, bevor die Zeremonie beginnt, aber dies ist nicht immer der Fall. Wenn eine Braut Jungfrau ist, trägt sie den Gesichtsschleier oft während der Zeremonie, und anschließend hebt entweder ihr Vater den Schleier an, um die Braut ihrem Bräutigam zu präsentieren, oder der Bräutigam hebt den Schleier an, um symbolisch die Ehe zu vollziehen.

Bräute, die Jungfrauen sind, können durch den Gebrauch des Schleiers ihren Status der Reinheit während ihrer Hochzeit symbolisieren und betonen. Wenn sie es tun, kann die Aufhebung des Schleiers als feierliche Krönung der Hochzeit verwendet werden, bei der die Schönheit der Braut schließlich dem Bräutigam und den Gästen offenbart wird. Es ist nicht ganz klar, ob der Hochzeitsschleier eine nicht-religiöse Verwendung ist, da Hochzeiten fast immer einen religiösen Unterton haben, vor allem im Westen. Schleier wurden jedoch in der westlichen Welt für Hochzeiten verwendet und das schon seit langem.

Römische Bräute, zum Beispiel, trugen einen Flammen-farbigen und übertriebenen Schleier, der so genannte Flammeum, der anscheinend die Braut vor bösen Geistern an ihrem Hochzeitstag schützen sollte. Später wurde das sogenannte „velatio virginum“ Teil des Ritus der Jungfrauenweihe, der liturgische Ritus, bei dem die Kirche die Jungfrau als heilige Person erhebt, die nur zu Christus gehört.

Im Judentum stammt die Tradition des Tragens eines Schleiers aus biblischen Zeiten. Gemäß der Thora in Genesis 24:65 wird Rebekah Isaak zum Heiraten präsentiert, von einem Knecht seines Vaters Abraham. Es ist wichtig zu beachten, dass Rebekah sich nicht verschleierte, als sie mit ihren Begleitdamen reiste und vor den Knechten Abrahams und seinen Männern. Sie tat es erst, als sie sich Isaak näherte. Kurz vor der Trauung wird die Badeken oder Bedeken vollzogen. Der Bräutigam legt den Schleier über das Gesicht der Braut, und entweder er oder der amtierende Rabbiner gibt ihr den Segen. Der Schleier bleibt auf ihrem Gesich bis kurz vor dem Ende der Trauung – wenn sie dann legal nach jüdischem Recht verheiratet sind – hilft ihr der Bräutigam den Schleier abzunehmen.

Die am häufigsten zitierte Interpretation der Badeken ist nach Genesis 29, als Jakob Rahel heiratete. Sein Schwiegervater Laban überlistet ihn und er heiratete stattdessen Leah, Rachel´s ältere und bescheidenere Schwester. Viele sagen, dass die Verschleierungszeremonie deshalb stattfindet, um sicherzustellen, dass der Bräutigam auch die richtige Braut heiratet. Andere sagen, dass der Bräutigam den Schleier über seine Braut legt, als ein implizites Versprechen sie zu kleiden und zu beschützen. Schließlich wird ihr Gesicht verschleiert, damit der Bräutigam die Braut aufgrund ihrer inneren Schönheit heiratet; da das Aussehen mit der Zeit verblassen wird, wird seine Liebe für sie ewig sein. In einigen ultra-orthodoxen Traditionen trägt die Braut einen undurchsichtigen Schleier, während sie den Gang hinunter begleitet wird, um ihren Bräutigam zu treffen. Dies zeigt ihre völlige Bereitschaft zu heiraten und ein absolutes Vertrauen, dass sie den richtigen Mann heiraten wird. Im Judentum gilt eine Hochzeit als ungültig, wenn die Braut nicht willig zustimmt.

 

Diadem

Ein Diadem ist auch eine mit Steinen verzierte Form einer halben Krone, die von Frauen und über der Stirn (in diesem Sinne auch als Tiara bekannt) getragen wird. In einigen Gesellschaften kann ein Kranz um den Kopf getragen werden. Die alten Perser trugen eine hohe und aufrechte königliche Tiara, die mit einem Diadem umrandet wurde.

Das Diadem wird gerne als Hochzeitsschmuck verwendet. Manchmal flankiert das Diadem den Brautschleier. Oft aber wird das Diadem getragen, nachdem der Brautschleier auf der Hochzeitsfeier abgelegt wird.

 

Collier

Das Collier ist ein beliebtes Hochzeitsschmuckstück für die Braut. Gerne getragen wird das Collier zu Brautkleidern, die den Ausschnitt, die Schulter und den Nacken der Frau betonen. Besonders schön ist das Collier, wenn es zu einem schulterfreien und trägerlosen Kleid angelegt wird.

 

Personalisierung

Der wichtige und symbolträchtige Hochzeitsschmuck soll im besten Fall optimal auf die Braut, bzw. bei den Eheringen auch auf das Brautpaar, abgestimmt sein. Hier ist das Thema Personalisierung und Persönlichkeit für viele Paare enorm wichtig. So gibt es vor allem bei den Eheringen (Trauringen) viele Möglichkeiten, um diese zu individualisieren.

Weiter zur Übersicht der Personalisierungsmöglichkeiten.

 

 

Author: Lukas Steiner on 3. März 2013
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