Schmuck: Eheringe

Ein Ehering ist wohl das bedeutsamste Schmuckstück, das ein Mensch tragen kann. Eheringe stehen für Verbindung, Liebe und Zusammengehörigkeit. Gerade bei diesen Schmuckstücken ist eine sorgfältige Auswahl des passenden Rings vielen Trägern sehr wichtig. Eheringe sind immer verbunden mit einem Versprechen, das man dem Partner gibt.

Geschichte Eheringe

Eheringe

Eheringe

Der Ehering oder Trauring ist seit jeher das Symbol dafür, dass der Träger oder die Trägerin verheiratet ist. Je nach Kultur des entsprechenden Gebietes wird der Ehering auf dem rechten oder linken Ringfinger getragen. Der Brauch des Tragens dieses Ringes verbreitete sich weit über die Grenzen seines Ursprungs in Europa. Der Ehering wurde früher nur von Frauen getragen und während des 20. Jahrhunderts wurden Trauringe für Ehemänner und Ehefrauen üblich.[1]

Früher waren die Trauringe nicht nur ein Zeichen der Liebe, sondern wurden auch mit der Verleihung des „Angeldes“ verknüpft. Nach dem Gebetsbuch von Edward VI folgt nach den Worten „Mit diesem Ring werde ich mit dir vermählt“ die Worte „Dieses Gold und Silber gebe ich dir “ und zu diesem Zeitpunkt soll der Bräutigam eine Leder-Geldbörse an die Braut übergeben haben, die mit Gold und Silber gefüllt war.[2]

Historisch gesehen hatte der Ehering eher etwas mit dem Austausch von Wertgegenständen im Moment der Hochzeit zu tun, als ein Symbol der ewigen Liebe und Hingabe zu sein. Es ist ein Relikt aus den Zeiten, in denen die Ehe ein Vertrag zwischen zwei Familien war und nicht zwischen zwei sich Liebenden. Beide Familien waren bestrebt, die wirtschaftliche Sicherheit des jungen Paares zu gewährleisten. Manchmal ging dies so weit, dass es ein bedingter Austausch war, wie diese alte (und heute veraltete) deutsche Formulierung zeigt: „Ich gebe dir diesen Ring als Zeichen der Ehe, die zwischen uns versprochen wurde, sofern dein Vater dir eine Mitgift von 1000 Reichstaler gibt. „[2]

Nach einigen Bräuchen ist der Ring das letzte in einer Reihe von Geschenken, die auch den Verlobungsring miteinschließen, die traditionell als ein Verlobungsgeschenk weitergegeben werden. Diese Tradition gab es bereits im antiken Rom und ist möglicherweise noch viel älter.

Unter orthodoxen und ost-katholischen Christen ist der Austausch von Eheringen technisch kein Teil der Hochzeitszeremonie. Hier werden die Eheringe (Trauringe) bei der Verlobung ausgetauscht. Es ist immer ein Zwei-Ring-Set, welches der Braut vom Priester oder Trauzeugen überreicht wird. Die christlich-orthodoxe Kirche von Griechenland hat vor kurzem aufgehört getrennt einen Verlobungs-Segen auszusprechen, da es oft keine richtige Eheverpflichtung für das Paar war. Somit ist die Verlobung jetzt der erste Teil der Hochzeitszeremonie. In vielen Familien wird heute ein informeller Segen von den Eltern der Verlobten während eines Familienessens durchgeführt, der die Verlobung formalisiert. Die Zeremonie der Verlobung wird möglicherweise unmittelbar vor der Hochzeit durchgeführt und der tatsächliche symbolische Akt der Ehe ist nicht mehr der Austausch von Eheringen, sondern der öffentliche Austausch der Ehe-Gelübde.

 

Ehering-Set

Ehering-Set

Ehering-Sets

Ein Ehering-Set enthält einen Verlobungsring und einen Ehering, die zueinander passen und als Set gekauft werden können. In einigen Fällen sieht der Ehering „unvollständig“ aus. In diesem Fall sind es zwei Hälften, der Verlobungsring und der Ehering, die dann zusammengesetzt werden, damit der Ring vervollständigt wird. In anderen Fällen besteht ein Ehering-Set aus zwei Ringen, die stilistisch zueinander passen und übereinander getragen werden, obwohl jeder Ring auch separat getragen werden kann. Obwohl der Ehering nicht bis zum Tag der Hochzeit getragen wird, werden die beiden Ringe in der Regel zusammen als ein Ehering-Set verkauft. Nach der Hochzeit kann die Braut wählen, ob sie die beiden Ringe miteinander verschweißen möchte, um den Komfort zu erhöhen und die Wahrscheinlichkeit des Verlustes einer der Ringe zu verringern. Ein Trio-Ring-Set umfasst einen Damen-Verlobungsring, Damen-Ehering und einen Herren-Ehering. Diese Sets beinhalten oft passende Ringe und sind günstiger.

 

Trauungsbräuche

Das Anstecken der Eheringe bei der Hochzeit

Das Anstecken der Eheringe bei der Hochzeit

In vielen Traditionen hat der Trauzeuge oder die Trauzeugin die Pflicht, die Eheringe aufzubewahren und sie dann beim symbolischen Moment des Gebens und Nehmens der Ringe während der traditionellen Hochzeitszeremonie zu präsentieren. Bei aufwendigeren Hochzeiten hilft ein Ringträger (der oft Teil der Familie der Braut oder des Bräutigams ist) bei der feierlichen Präsentation der Eheringe in der Zeremonie. Oft werden die Ringe auf einem speziellen Kissen getragen. Während einer Hochzeitszeremonie platziert der Bräutigam den Ehering am Finger seiner Braut.

Die Doppel-Ring-Zeremonie, oder die Verwendung von Trauringen für beide Partner, ist eine relativ neue Innovation. Die amerikanische Schmuckindustrie startete eine Marketingkampagne zur Förderung dieses Brauchs im späten 19. Jahrhundert.[1] In den 1920er Jahren versuchte eine Kampagne, Verlobungsringe für Männer einzuführen, aber es scheiterte an der Notwendigkeit.

Marketing-Lehren aus den 1920er Jahren, sich verändernde wirtschaftliche Zeiten und die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges führten zu einer erfolgreichen Marketing-Kampagne für männliche und weibliche Eheringe, und in den späten 1940er Jahren waren 80 % aller Hochzeiten Doppel-Ring-Zeremonien, im Gegensatz zu 15% vor der Weltwirtschaftskrise.[1]

 

Ehering-Bräuche nach der Hochzeit

Nach der Hochzeit wird der Ring an der Hand getragen, an der er während der Zeremonie platziert wurde. Indem die Eheringe auf dem vierten Finger getragen werden, wird die ewige Liebe des Ehepaars füreinander symbolisiert. Dies wurde inzwischen zu einer Frage von Tradition und Etikette.

In mehreren Kulturen werden zusätzliche Ringe ausgetauscht: In einigen Teilen Indiens verwenden Hindus einen Zehenring oder „Bichiya“, der anstelle des Rings am Finger getragen wird; dies ist nur für Frauen üblich und zunehmend wird auch zusätzlich der Fingerring getragen. In den östlichen Teilen von Indien, vor allem in West Bengal, wird ein eiserner Armreif oder „Loha“ von den Frauen getragen. Mit der Zeit wird dieser Armreif mit einer Gold- oder Silber-Beschichtung überzogen, um sein Aussehen zu verbessern. In Rumänien feiern Ehepaare ihre Silberhochzeit (25 Jahre Ehe) durch den Austausch von Silber-Trauringen, die auf dem vierten Finger der linken Hand zusammen mit dem ursprünglichen (meist goldenen) Ehering getragen werden.[3]

 

Die Auswahl der passenden Eheringe (Trauringe)

Das Angebot an Eheringen ist groß: sollen sie aus Gold, Palladium, Weißgold, Platin oder doch Titan sein? Wie soll das Design aussehen? Was überwiegt: der finanzielle oder der ideelle Aspekt? In dem Schmuckwiki-Ehering-Ratgeber werden einige Fragen geklärt und Tipps für die passende Auswahl gegeben. Mythen und Vorurteile der einzelnen Metalle werden aufgedeckt und die jeweiligen Vor- und Nachteule erläutert.

Eheringe-Trauringe aus Gold

Eheringe-Trauringe aus Gelbgold

Eheringe-Trauringe aus Weißgold

Eheringe-Trauringe aus Kristallmetall

Eheringe-Trauringe aus Titan

Eheringe-Trauringe aus Platin

 

Personalisierte Eheringe

In den letzten Jahren hat sich ein Trendwandel im Bereich der Eheringe (Trauringe) durchgesetzt. Der klassische gelbe, halbrunde Ehering aus Gold verliert zunehmend an Relevanz. Viele Brautpaare, die heute heiraten, wünschen sich Eheringe (Trauringe), die ihrer Persönlichkeit gerecht werden und einen Teil ihrer Liebe verkörpern. Zudem sollen sie lange halten, ohne, dass die Oberfläche beschädigt wird.

Es gibt viele Wege, um den Ehering zu personalisieren: Von der Gravur zu eigenen Essenzen, die im Ehering eingeschmolzen werden.


In der Schweiz bieten folgende Städte ausgezeichnte Ringe vom Goldschmied an:
Eheringe aus Bern

Eheringe aus Bern

Eheringe aus Bern

Eheringe aus Basel

Basel: Eheringe

Basel: Eheringe vom Goldschmied

Eheringe aus Luzern

Eheringe in Luzern

Brautpaare suchen Eheringe in Luzern

Eheringe aus St.Gallen

Eheringe - Goldschmied - St.Gallem

Besondere Eheringe vom Goldschmied i St.Gallem

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Weiter zum Artikel Personalisierung.

 

Quellen

[1] Howard, Vicki (2003). „A ‚Real Man’s Ring‘: Gender and the Invention of Tradition“. Journal of Social History 36 (4): 837–856.
[2] Kunz, George Frederick (1917). Rings for the Finger. J.B. Lippincott Co.
[3] History of Wedding Anniversary Gift Lists

 

Author: Lukas Steiner on 3. März 2013
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