Schmuck

Der Stellenwert von Schmuck im Spiegel der Zeiten

Solange es die Menschheit gibt, solange besteht auch der Wunsch sich zu schmücken. Schmuck nimmt deshalb in der Geschichte der Menschen einen bedeutenden Raum ein. In den letzten 2 Jahrzehnten durchlief die Bedeutung von Schmuck einen grösseren Wandel als in den letzten 2000 Jahren der Menschheitsgeschichte!

Seit dem Altertum bis in die Neuzeit stand Schmuck für die Repräsentation von persönlichem Geschmack, Kunstverstand und des visualisierten Charakters seines Trägers oder seiner Trägerin. Der Goldschmied stand dabei mit seinem Wissen und seiner Kunstfertigkeit in Zentrum der Erfüllung der Wünsche seiner Kunden.

Mit dem Einzug der Manufakturen und der nachfolgenden Industrialisierung änderte sich nicht nur der Erschaffungsprozess, sondern auch Wahrnehmung und Bedeutung von Schmuck in der Gesellschaft. Immer billigere, in Form und Design austauschbare, Schmuckstücke drängten auf den Markt und fanden im Zuge der „Geiz ist geil – Mentalität“ eine gierige Käuferschaft.

Wiederbelebung der Goldschmiedekunst:

  • bis 1950: Die Kunstfertigkeit der Goldschmiede unterstützt und unterstreicht mit ihren Schmuckstücken die Individualität und Persönlichkeit seiner Träger und Trägerinnen
  • 1950-1990: Schrittweise Industrialisierung der Schmuckproduktion und Auslagerung der Herstellung in Billiglohnländer.
  • 1990-2000: Goldschmiede-Ateliers finden keine Nachfolger mehr, ihre Zahl verringert sich stetig.
  • 2000-2005: Grosshandelsketten wie Furrer oder Meister entstehen und dominieren den Markt.
  • 2005-2007: Das Internet eröffnet mit der Einführung von Online-Shops eine neue Möglichkeit billige Produkte kostengünstig zu vermarkten. Billigst-Anbieter wie 1,2,3,Gold konkurrenzieren die Grosshandelsketten und die Qualität bleibt endgültig auf der Strecke.
  • 2008: Der absolute Tiefpunkt in Geschmack und Qualität ist erreicht. Billige hergestellte Industrieware, über Online-Marketing vertrieben, dominiert den Schmuckmarkt.
  • 2009: Als emotionaler Gegentrend wächst wieder der Wunsch nach Individualität und Persönlichkeit eines Schmuckstückes und seines Trägers. Die Manifestation dieses Grundbedürnisses der Menschen resultiert in der Erfindung von Kristallmetall.
  • 2010- 2015: Mehr und mehr Menschen besinnen sich auf die wahren Werte des Lebens, wenden sich von den seelenlosen Billigprodukten ab und verleihen ihrer Persönlichkeit wieder mit wertigem Schmuck Ausdruck.
  • ab 2015: Die Kunstfertigkeit der Goldschmiede unterstützt und unterstreicht mit ihren Schmuckstücken die Individualität und Persönlichkeit seiner Träger und Trägerinnen.
    Goldschmiede und Berufsverwandte finden sich und teilen ihre Freude und Begeisterung für das Schöne auf Schmuckwiki.ch

Der hier beschriebene Ablauf und der wieder erwachende Wunsch nach Individualität und Persönlichkeit zeigt sich nicht nur im Bereich Schmuck, sondern auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens.


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Schmuck-Ratgeber

Das Schmuckwiki ist ein nichtkommerzieller und unverbindlicher Online-Ratgeber über Eheringe (Trauringe) und Schmuck. Eine umfassene Zusammenfassung des Schmuck-Wissens.

 

Geschichte

Solange es die Menschheit gibt solange besteht auch der Wunsch sich zu schmücken.Schmuck nimmt einen bedeutsamen Raum in der menschlichen Zivilisation seit Anbeginn der Geschichte. Ehe Werkzeuge zum Ernten von Nahrungsmitteln oder gar Gewaffen erfunden wurden, war es alltäglich, den Körper zu schmücken. Die ersten Schmuckstücke waren rund. Ob Kreis, Kugel oder Diskus, eine Form ohne Anfang und ohne Ende wird mit der Unendlichkeit assoziert. Sonne und Mond wurden auf diese Weise auf die Erde gebracht.
Reifen die einen Körperteil umschliessen. Die Grundform eines jeden Ringes. Der Ring dem seit den ältesten Zeiten mystische Bezogenheit und geheime Kräfte zugeschrieben werden. Naturnah wurden Ringe aus Gras, Knochen, Holz oder Stein erschaffen und als Schmuck getragen – Etwas später aus Eisen gefolgt von Gold.

Quellen

[1] Reportage SRF „Schmuck und Eheringe“. Kassensturz 17.2.2015
[2] Bride-Talk„“.
[3] Schweiz „Schmuck und Eheringe“. Kristallmetall
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